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BROKERVERGLEICH 24 | December 13, 2017

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Verbraucher wünschen transparentere Bankprodukte

Zahlungsbereitschaft für verschiedene Bankprodukte

Das internationale Beratungsunternehmen Batten & Company untersuchte in einer aktuellen Studie, wie Bankkunden die Preisstrukturen ihrer Finanzdienstleister wahrnehmen. Hierfür wurde eine Online-Befragung unter 750 Personen ausgewertet. Diese machten Angaben zur Zufriedenheit mit und Zahlungsbereitschaft für verschiedene Bankprodukte und alternative Produktbündel.

Produktangebot vieler Banken unübersichtlich

Dabei kam Batten & Company zu der grundsätzlichen Erkenntnis, dass das aktuelle Produktangebot vieler Banken vom Kunden als unübersichtlich wahrgenommen wird. Es erlaubt dem Kunden nicht, Angebote verschiedener Anbieter untereinander zu vergleichen, und führt zu einer Intransparenz, welche Unzufriedenheit beim Kunden hervorruft. Vor allem die Kostenstruktur von komplexeren Produktangeboten stößt dabei auf das Unverständnis der Kunden: So schnitten klassische Bankprodukte wie das Girokonto oder die Kreditkarte bei der Bewertung am besten, Sparbuch, als auch Fonds- und Aktienanlagen dahingegen am schlechtesten ab.

Ursache für die Kundenunzufriedenheit

Ursache für die Kundenunzufriedenheit ist dabei weniger die Höhe der Gebühren als die Tatsache, dass dem Kunden die Kenntnis über die vorherrschende Kosten- und Gebührenstruktur fehlt. Dass der Mangel dieser Unkenntnis ein ernstzunehmender ist, wird auch durch das Studienergebnis verdeutlicht, dass ein Teil der Befragten der falschen Überzeugung ist, Gebühren für ein bestehendes Festgeldkonto zahlen zu müssen – dies ist bei keinem Angebot der Fall.

Für klare und nachvollziehbare Preisstrukturen wäre der Kunde sogar bereit Extra-Kosten in Kauf zu nehmen. So zieht der Kunde es vor, einen monatlichen Festbetrag für ein bislang kostenfreies Sparkonto zu zahlen, wenn er somit weitere, etwaige Sondergebühren sicher umgehen kann. Dieser prinzipielle Ansatz, eine Flatrategebühr für ein klar definiertes Leistungspaket zu zahlen, wird derzeit bereits in der Mobilfunkbranche erfolgreich verfolgt. Aber auch Direktbanken haben den Zugewinn dieses Konzeptes für sich entdeckt und folgen dem Ansatz.

Nichtsdestotrotz schließt der CEO von Batten & Company als Studienfazit, dass es an der Zeit für Banken ist, ihre derzeitigen Preisstrukturen grundlegend zu überdenken. Wie in vielen anderen Branchen bereits geschehen, muss ein Umdenken vom derzeitigen Produktangebot für die breite Masse, hin zu zielgruppenspezifischen und somit individuelleren Leistungs- und Preisangeboten erfolgen.

Weitere Informationen, sowie die gesamte Ergebnispräsentation der Studie unter: www.batten-company.com

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